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Special: Life

Schon länger wollte ich diesen Bericht schreiben, doch das Schreiben benötigt sehr viel Zeit und die hat man ja eigentlich auch beim Reisen nicht.

Nun, man muss sich die Zeit nehmen und ich nehme sie jetzt auch. Es kann gut sein, dass Leser andere Eindrücke von diesem Kontinent haben, die natürlich auf jeden Fall richtig sind. Ich möchte damit nicht nur meine Erfahrungen gültig machen.

In diesem Email möchte ich über das Leben berichten und ganz am Anfang mal eine Aussage machen, die nur teilweise stimmt. "Es ist wie in Amerika!"

Warum das? Das erste nach meiner Ankunft, was mich an irgendetwas erinnerte, war das Trottoir im amerikanischen Style. (Könnte aber auch aus England stammen. Mich hat’s an Amerika erinnert.) Das mag nun vielleicht etwas komisch tönen, doch dem ist so! Im Weiteren gibt’s hier, wie in Amerika auch, extrem breite Strassen, teilweise gleiche Strassenschilder, und auch Supermärkte wie Safeway, Woolworths sind hier vertreten. Auch anhand den Fast-Food-Stores könnte man meinen, dass man in den USA ist. Einzig, mein geliebtes, mexikanisches Taco-Bell, gibt’s hier nicht.

Dennoch kann man da viele Unterschiede gegenüber Amerika feststellen. So ist die Mentalität der Menschen sicher anders, wie ich selber auf dem Camping-Platz in Melrose erfahren durfte. Die Leute sind sehr, sehr offen und hilfsbereit. Das kann im Supermarkt, auf der Strasse, im Tourist Office oder wo auch immer festgestellt werden. Mit dem möchte ich nicht behaupten, dass es in Amerika keine netten Leute gäbe. Hier ist es einfach auffallend.

Das Leben ist oftmals günstiger als in der Schweiz. Natürlich gibt’s Ausnahmen, so bezahlt man z.B. Elektronik-Artikeln wie Computer etc. mehr als bei uns. Esswaren, Benzin, Eintritte sind hier in der Regel günstiger. Für Jugendherbergen zahlt man zwischen 15 und 30 Franken, für ein Doppelzimmer in Backpackers zwischen 35 und 60 pro Raum. Meistens ist kein Frühstück inbegriffen. Wie teuer es in "normalen" Hotels/Motels ist, kann ich leider nicht sagen. Man zahlt vielleicht für ein Einzelzimmer ab Fr. 60.-/Raum. Teuer sind in der Regel die B&B’s, wo man für eine Übernachtung weit mehr als 100 Franken rechnen muss.

Wie in England wird auch in Australien links gefahren. Das bedarf am Anfang etwas Gewöhnung. Auch sind die Verkehrsregeln etwas anders. Besonders schätze ich auch die Verkehrsampeln, die nicht wie bei uns beim Stopp hangen, sondern zusätzlich auf der gegenüberliegenden Strassenseite sind.


Zurück zum Essen:

Die Essensgewohnheiten sind bei mir auf einer Reise oftmals anders, als in der Schweiz. So ist und kann es problemlos vorkommen, dass ich an warmen Tagen während zwei Tagen nur einige Chips, eine Frucht und viel Wasser trinke. Der Rekord liegt bei 6 Liter an einem Tag (Strecke Coober Peddy – Ayers Rock Resort). Auch sonst kommt es öfters vor, dass nur Wasser und Brot an einem Tag gibt. Geniesse tue ich aber in der Regel das Frühstück mit einem wirklich feinen Schoggi-Trink (bis 1 Liter), wovon ich aber einen Teil fürs Müessli verwende. Auch Erdbeer-Konfi darf nicht fehlen… Zum Frühstück ist zu sagen, dass vor allem im Outback nur nahrungsarmes Toast-Brot gekauft werden kann. Auch die Supermärkte preisen verschiedene Toast-Brot-Sorten an. Doch verfügen sie auch über "normales" Brot.
In den Jungendunterkünften und auch Campingplätzen stehen oft Küchen mit schlechten Pfannen zur Verfügung. Auch diese Möglichkeit wird genutzt um mal Spagehetti oder was auch immer zu kochen. Ferner kann man in verschiedenen Restaurants/Pub’s Mahlzeiten ab ungefähr Fr. 6.- oder so haben.
Besonders beliebt ist natürlich Grillieren (Barbecue oder einfach BBQ). Häufig stehen solche Grillmöglichkeiten auch auf Rastplätzen zur Verfügung.


Laundry

Waschmöglichkeiten gibt’s oft auch in Herbergen oder Campingparks. Doch zwischendurch eine Handwäsche, kann ja auch nicht schaden (vor allem hartnäckige Flecken gehen so besser aus, wie ich bemerkt habe).


Benzin

Wie schon geschrieben, ist dieser Brennstoff hier günstiger als in der Schweiz. Um Sydney bezahlte man für einen Liter um die 80 Rappen, im Outback kann es schon mal Fr. 1.10 übersteigen.


English

Überrascht war und bin ich, dass ich sofort wieder auf Englisch umstellen konnte und einfach gesprochen habe, ohne überlegen zu müssen. Natürlich schleichen sich da viele Fehler ein und ich muss auch gelegentlich nach Wörtern suchen. Die 12 Wochen Vancouver im 2000 und 17 Wochen USA im 2001 haben sich wohl gelohnt. Mühe habe ich allerdings, die Australier zu verstehen. Das Problem liegt darin, dass sie in ihrem Slang reden.

Über was könnte ich sonst noch schreiben? Habe gerade keine Ahnung. Wenn jemand eine Frage hat oder sich über etwas interessiert, der soll sich doch bei mir melden.

Einen kleinen Eindruck von einem Supermarkt, die in der Regel alle etwa gleich aussehen...

Cola wird auch hier in Unmengen getrunken. Interessant ist, dass die Büchsen 0,375 Liter beinhalten und nicht wie bei uns 0,33l. In Amerika war's 0,3l, wenn ich mich recht erinnere.
Es ist mir schon passiert, dass solche Büchsen vor Wärme explodiert sind! Das war eine Büchse, die ausgelaufen war. Darum ist sie noch zu. Ich wollte den Rest noch auspressen, doch dies schien nicht möglich zu sein.

Kaum erkenntlich, gut getarnt: eine Outback Start- und Landepiste

Bekanntlich gibt's in Australien die Road-Trains, die über 50 Meter lang seinen können. Das ist wohl der längste Laster, den ich bis anhin gesehen habe. Er hat nicht weniger als 86 Reifen!!! Viel Vergnügen beim Reifenwechsel, :-) (Wird auch nicht gerade billig sein.)
Wenn man einen solchen Zug überholen will, soll man mindestens 1 Kilometer freie Bahn haben, heisst es.
Die Road-Train-Fahrer weichen in der Regel nicht aus und stoppen auch nicht, wenn irgend etwas auf der Fahrbahn ist.

Alles klar!

Bunte Vogelwelt, welche in der freien Natur gesehen werden kann.