Australia
Information
Berichte & Fotos
Touristengebet
Kontakt
 


Red Center

(Karte Wegstrecke)

Australien-Kenner werden sich vielleicht fragen, warum ich immer noch in Alice Springs bin. So viel gibt’s hier ja gar nicht zu sehen! Yap, das stimmt. Vieles gibt’s hier nicht zu sehen. Und trotzdem! Vielleicht ist gerade das "Normale" das Besondere.

Bei Alice Springs handelt es sich - wie gesagt - um ein Städtchen, welches den Scharm eines Outback-Dorfes beibehalten hat. Vor dem zweiten Weltkrieg wohnten hier nur ganz wenige. Im WWII wurden dann die Bewohner von Darwin (teilweise) nach hier evakuiert. Zum Erstaunen der Regierung, ging nach dem Krieg die Einwohnerzahl nicht runter, sondern aufwärts.

Wie in Adelaide gibt’s auch hier eine Einkaufsstrasse, die "Todd Mall". Auch die "Royal Flying Doctors Service" haben hier eine Basis, die ich auch besucht habe. Vielen wird die RFDS von der gleichnamigen Fernsehserie bekannt sein. Es handelt sich eigentlich um eine REGA, die allerdings nicht mit Hubschraubern unterwegs ist, sondern mit Flieger (u.a. PC-12). Dies darum, da man mit dem Helikopter nicht so schnell vorwärts kommt, obwohl diese eigentlich die Möglichkeit bieten, praktisch überall landen zu können. Um die 20 Basen gibt’s in Australien, die total über 40 Flieger verfügen. Kein Patient muss länger als 2.5 Stunden auf Hilfe warten, heisst es und es soll somit der beste Notfalldienst dieser Art sein, was ich aber bezweifle (-> REGA).

Eine wahre Spezialität, welche die Stadt bietet, ist der "Desert Park", welcher einen grossartigen Einblick in das vielfältige Wüstenleben gibt. Besonders war die Show mit Greifvögeln wie Schwarzmilanen und Adler, welche jeweils aus der Wildnis freiwillig kommen um die Show zu vollziehen. Natürlich geht das nur, wenn sie dafür auch mit Essen belohnt werden.

Morgen werde ich noch die "School of the Air" besuchen, ebenfalls eine bekannte Institution. Heutzutage wird sie allerdings in dieser Form nicht mehr geführt. Es läuft neu alles übers Internet und Email.

Gesehen habe ich hier auch gleich drei Kinofilme. Naja, wenn ich im englischsprachigen Ausland bin, dann gehört das Kino eigentlich zum Leben. Warum? Weil man da grossartig Englisch lernen kann. In der Tat ist eine gute Übung und es fällt mir auch schon ganz leicht. Gesehen habe ich "Cheaper by the Dozens", "Something’s Gotta Give" und "Love actually”. Beim ersten Film ging’s um eine Family, die eben 12 Kinder hatte. Den Inhalt könnte man so zusammenfassen: Nicht Geld und "Alles-Haben" kann glücklich machen, sondern Geborgenheit oder eben "Familieleben". Den zweiten Film: Führe kein Doppelleben, welches dich früher oder später in Schwierigkeiten bringen wird. Der dritte Film zeigte ganz klar, das Liebe (Freundschaft) überall ist. Jeder sehnt sich danach. Ganz deutlich kommt dies, wie im Film auch gezeigt, auf dem Flughafen in der Ankunftshalle vor. Es ist herrlich da zu zuschauen. Konnte es selber schon um die sechs Stunden tun, als ich in Toronto mal auf einen Kollegen gewartet habe. Interessant finde ich bei solchen Filmen, sich selber wieder darin zu erkennen…

Tja, und sonst war ich noch zwei Tage in den "Bergen". Gegen Ost und West von Alice erstreckt sich eine Bergkette, die auch zu Wanderungen einladen. Besonders sind hier die vielen "Wasserlöcher", die teilweise permanent Wasser haben und in denen man schwimmen kann.

Allrad-Camper, ideal fürs Outback.
Auf diesem Camping-Platz waren links von mir Schweizer und hinter mir Deutsche. Als ich schon im Bett war (draussen war es dunkel) haben die Deutschen noch grilliert. Amüsant da zu zuschauen, da sie das erste Mal BBQ gemacht haben...

gratis zu haben!

Kühe sieht man im Outback immer wieder. Man fragt sich nur, wo von sie leben (Grass und Wasser sind rar). Dennoch scheinen sie zu überleben...

Schlucht mit turmhohen Felsen

Schlucht mit Waterhole

Fels-Wallabies sieht man in der Regel kaum, da sie sehr scheu sind. Ausnahme scheint dieses zu sein.

Die Ranges

Die Show im Desert Park mit freien Greifvögeln

Ein Adler, der erst beim 4. Anlauf gelandet ist, da sich noch ein anderer Kollege in seinem Revier aufhielt.
Ein solcher Adler ist mir beinahe mal unter die Räder gekommen, denn sie sind oft bei den angefahrenen Tiere auf der Strasse zur Stelle und brauchen relativ lange bis sie vom Fleck sind.

Der Desert Park zeigte, dass auch andere Lebewesen wie Schlangen, kleine "Mäusekängurus", stachelige Kleintiere und vieles mehr in der Wüste leben. Eindrücklich, doch nun habe ich riesigen Respekt, denn all die Dinger sind mir nicht sehr sympathisch.

Gesehen habe ich auch unterwegs, so was wie eine Eidechse, nur die war vielleicht knapp 2 Meter lang.

Kath. Kirche in Alice Springs. Hier wird täglich mind. zweimal der Gottesdienst gefeiert.

Stimmung nach Sonnenuntergang