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Es bleibt spannend!

(Karte Wegstrecke)

Sa 17.01.04

Die Nachricht am morgen war relativ erfreuchlich. Der Bus hat die überflutete Passage nach Mt. Isa in der Nacht durchfahren. Hoffnung also, um selber zu gehen, vorallem auch, weil ich festgestellt habe, das ich wirklich nicht alleine im Zimmer war. Ein riesen Käfer hat wahrscheinlich schon in der Nacht begonnen, die Wände nach einem Ausgang abzusuchen. Wie oft ist er wohl über mich "gekräselt"? (Brr... ist nicht so meins.) Zudem scheint es in diesem Raum, sprich in der Matraze sonst noch Tierchen zu haben, denn ich hatte am morgen so etwas wie Mückenstiche an den Armen und Beinen, die sehr unangenehm waren und sich dann auch teilweise komisch verhielten...

Immer geradeaus - war auch heute angesagt. Wie weit sieht man hier wohl? Wie lange ist die Strasse bis zum Horizont? Schwierig zu schätzen. Es waren etwas über fünfzehn Kilometern...

Sommerzeit - Sonnenzeit (gell APP). Bestimmt habe ich nicht den höchsten Stand der Sonne erwischt, doch sie war fast direkt oberhalb von mir, wie der Schatten bezeugt. So wie es mir schien, hat die Sonne den höchsten Stand wieder im Süden erreicht. Warum? Weil ich mich einiges über dem südlichen Wendekreis befinde. Aber wahrscheinlich ist die Sonne doch noch "nördlicher", da ich noch nicht so weit oben bin...

Entweder ist das die Folgerung des Regens oder sonst ist es hier in der Regel grüner. Es kann beides sein, da gegen die Ostküste es sowieso wieder fruchtbarer wird.

Spuren des Regens; Überflutete Felder...

ACHTUNG! Metallfressende Kühe oder Verschrottung. Wie könnte man diese Warntafel sonst noch betiteln? Ich passe auf jeden Fall auf, denn das Auto brauche ich noch... :-)

Na, so gefährlich sehen diese Kühe auch wieder nicht aus. Die Helle, da, das ist wahrscheinlich eine Buckelkuh :-), denn die hat einen komischen Hocker.

Das war wohl die schlimmste Passage nach Mt Isa. Hier dürfte es ziemlich hoch gewesen sein.
Am rechten Strassenrand sieht man einen Massstab. Gefährdete Strassenabschnitte haben in Australien in der Regel einen solchen Massstab und eine warnende Tafel im Voraus. Somit kann der Fahrer selber entscheiden, ob er es wagen möchte oder nicht.

Das ist nun die flächengrösste Stadt der Welt: Mt Isa. Nichts Schönes, das kann ich euch sagen. Trotzdem für eine Overnight-Stay gut genug. Hier soll es auch innerhalb kurzer Zeit über 300l/Quadratmeter geregnet habe. Ein Rekord, wie mir einer erzählte. Auch der nahegelegene Stausee ist überlofen.
Mt Isa gehört bereits zum "Bundesstaat" Queensland. Wiederum hiess die Uhren umstellen. Wie ich später feststellte, habe ich sie um eine Stunde zu stark vorgestellt. Daher war ich dann überall eine Stunde zu früh und kam dann teilweise doch zu spät.
Obwohl Mt Isa nur gut 22'000 Einwohner zählt, hat sie eine eigene Zeitung. Interessant ist auch, dass von den ca. fünf Radiosender, welche man hier empfängt, einer ein "Missions-Sender" ist. Sonntagmogen Thema: Wie werde ich ein Christ... Interessant da zu zuhören, was der reformierter Pastor zu sagen hat. Auch die Predigt, welche man fast als Solo-Hörspiel des Pastors deuten könnte, war noch recht witzig und doch tiefsinnig.

So 18.01.04

Tischgenosse beim Frühstück.

Und das war die Strasse, die zum Stausee führte. Es ist da ganz normal, dass an den wenigen Tagen, an dem der Fluss Wasser führt, die Strasse so oder stärker überflutet ist. Die Leute dahinter sind "einfach" abgeschnitten!

Mir hat es - wie könnte es ander sein - so Spass gemacht, dass ich gleich einige Male hin- und herfahren musste. Natürlich hat es auch ordentlich gespritzt.

Und es wird "grüner".

Ankunft: 13:30
Hmm.... sieht nicht sehr gut aus. Wie wir von entgegenkommenden Fahrern (Allrad und Truckers) erfahren habe, ist die Strecke um ca. 1 Meile überflutet. Höchster Wasserstand: 0.5 Meter. Zudem herrscht eine Strömung, die evtl. das Auto mitreissen könnte.
Wie ich von Deutschen erfahren habe, sind diese schon seit dem Tag zuvor um 11 Uhr morgens angekommen. Da soll es einen grossen See gewesen sein. Jetzt sähe es schon viel besser aus.
Auch ich getraute mich nicht, da durchzufahren, denn es kam mal ein 4WD-Fahrzeug entgegen, welches ein Kombi im Schlepptau hatte und uns warnte dies ebenfalls zu versuchen. Es blieb nichts anderes übrig als entweder umzukehren oder auszuharren. Ich entschied mich für Variante 2 und freute mich, mit andern die Nacht weit weg von irgendeinem Dorf zu verbringen. Zum Essen hatte ich wohl nicht mehr viel feste Nahrung, doch dafür noch genügend Wasser. Also war es kein Problem. Natürlich war bei einer Abzweigung die Strasse mit dem Schild "Road closed" gekennzeichnet, welches aber elegant umfahren werden konnte.
So genoss ich die Stunden mit Warten.
Irgendwann kamen dann gerade einige Autos in der Grösse meines Ford's entgegen. Dies liess viele von uns das Abenteuer unter die Räder nehmen. Auch ich folgte der Versuchung, obwohl der Wasserstand immer noch um 0.4 Meter war.

So wird's auch bei mir ausgesehen habe, als ich um 16:15 durchfuhr. Zur Sicherheit, habe ich die Wertsachen in die Höhe getan, da ich nicht wusste, wie gut die Dichtungen standhalten.
Ich hatte dann auch alle Hände voll zu tun: Big Smile aufsetzen, fotografieren, geniessen, da und dort schauen, feststellen ob ich spule, schauen wo die untiefste Stelle ist und schliesslich noch fahren.
Am liebsten wäre ich gleich nochmals durchgefahren, aber am andern Ort stand ein Polizeiwagen.

Da ich nun nicht auf der Strasse im Auto übernachten konnte, habe ich mich für die Zeltplatz-Variante entschieden. Neben mir die ein junges Paar, welches die überflutete Strasse im gleiche Convoy durchquert hat.

Nach einer heissen Nacht musste ich mit dem Auto wieder in die Garage. Nach weniger als 6'000 Kilometer waren die vorderen Reifen wieder auf der Seite durch. Nun war's klar. Die Fahrspur wird nicht stimmen. Da diese Garage im kleinen Dorf dies nicht lösen konnte, lies ich einfach die Pneus kehren, denn auf einer Seite war wirklich kein Profil mehr vorhanden. Am nächsten Tag liess ich dann die Fahrspur korrigieren, so wie neue Pneus montieren.

Wenn man zu einem solchen Wegweiser gelangt, dann ist man eine Weile am Lesen. Die Australier haben das Talent, die Richtungen oftmals erst bei der Kreuzungen anzuzeigen und oft viel zu klein. Wenn man auch mit 60 kmh kommt, keine Chance!

Charters Tower - eine Stadt, die ganz dem Goldrausch gehörte. Doch auch heute ist es nicht nur ein Touristenmagnet, sondern eine lebendige Stadt.

In Townsville habe ich dann übernachtet. Diese Stadt liegt am Meer, an der Ostküste.
Schwül war es hier und wirklich unangenehm. Doch das gehört in dieses tropische Gebiet zu dieser Jahreszeit. Viel habe ich dann noch nicht gesehen von der Stadt ausser das Reef Headquarter am nächsten Tag.

Di 20.01.04

In diesem Reef HQ ist eigentlich eine lebendige Ausstellung des Great Barrier Reefs, welches sich über einige hundert Kilometer entlang der Ostküste erstreckt. Später wird sicher noch mehr Infos folgen...

Clownfisch - Nemo hat auch hier seine Spuren hinterlassen und ist ein Star der Nation geworden...

Die Weiterfahrt in Richtung Cairns wurde dann mit Regen bereichert. In einer Stadt, namens Innigham, habe ich mich dann auch niedergelassen. Das Hostel ist zwar nicht gerade der Haufen. So auch die Stadt, wie mir es scheint. Mein Zimmergenosse ist zur Zeit gerade im Spital wegen eines Virus, wie ich vernommen habe (hoffentlich bekomme ich ihn nicht) und abends um 19:30 ist es schon stockdunkel. Auch in der Stadt ist nichts mehr los...








Ich möchte hier mich mal entschuldigen, für die vielen Schreibfehler, die ich mache und bestimmt auch hier. Diese Texte habe ich nun nicht ein zweites Mal durchgelesen, da alles immer wieder Zeit braucht und ich einiges auch wieder anders schreiben würde.

Um Verzeihung möchte ich auch für die lange Ladezeiten bitten. Ich weiss aber, dass viele über einen schnellen Internet-Zugang verfügen und so lass ich die Bilder auch in besserer Qualität publizieren. Als ein Tröster kann ich euch sagen, dass das Hinaufladen der Bilder sehr viel Zeit benötigt, da ich oft sehr langsam im Internet unterwegs bin...