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Great Barrier Reef

Mo 26.01.04 Australian Day, Nationalfeiertag

Wer meint, dass die Australier ihren Nationalfeiertag so feiern, wie wir in der Schweiz, der hat sicher nur zu einem Teil recht. Grundsätzlich ist dieser Tag arbeitsfrei. Doch wie an den Sonntagen wurde auch an diesem Tag teilweise "normal" gearbeitet (an Sonntagen sieht man die Kehrichtsabfuhr, Strassen werden geteert etc.). Gefeiert wurde eigentlich überhaupt nicht, weder mit Feuerwerk noch mit Ansprachen und anderer solcher Dinger. Natürlich habe ich gefragt, wie die Australier diesen Tag feiern. Die Antwort kann im Wort "Saufen" zusammengefasst werden.

Nun für mich war der Tag ja nichts Grossartiges, so dass es dann auch ein Arbeitstag für mich wurde (viele Emails schreiben, Updates vorbereiten etc.)


Di/Mi 27./28. Jänner

Grossartige Tagen in grossartiger Umgebung, dem Great Barrier Reef mit vielen kleinen und grossen (Haie) Fischen, Korallenriffs, Meeresschildkröten und, ja und Quallen! Schon bei der ersten Schnorcheltour wurde ich von einer Qualle gebissen, gestochen oder wie soll man sagen, verletzt. Und dies natürlich dann auch voll im Gesicht. Es hat gebrannt, ähnlich wie Brennesel es tut, aber giftig war sie nicht. Nach ca. 2 Stunden war der "Schmerz" wieder weg.

Nun, worüber soll ich sonst noch schreiben. Es stockt und ich weiss nicht mehr weiter. Zum einen, weil es so viel zu erzählen und beschreiben gibt, zum andern, weil es einfach unbeschreiblich ist und man es selber erleben MUSS!

Einige Bilder habe ich da geknipst, doch mit einer Einwegunterwasserkamera werden diese halt nicht so gut. Dennoch gibt es einen winzigen nicht authentischen Einblick in die Unterwasserwelt.

Man schwimmt da mit Fischen im Abstand von wenigen Zentimetern, dann hat man plötzlich tausend kleine Fische um sich, dann sieht man einen Hai, der eigentlich gefährlich ist, aber Angst vor den Menschen hat und auch Meeresschildkröten schwimmen da friedlich vorbei. Bei der frühmorgendlichen Schnorcheltour (6 Uhr) ist das Riff in besonders "lebendig", da die Fische frisch aufgestanden nach Nahrung suchen. Eindrücklich, sag ich euch. Ich habe da sogar ein Octopus angetroffen.

Eigentlich hätte man auch eine Nachttour mit Taschenlampe unternehmen können, doch da ich der einzige Schnorchler gewesen wäre, der da gegangen wäre, bin ich aus Angst und Sicherheit auch auf dem Boot zurückgeblieben. Schliesslich sind kurz zuvor noch drei Haie ums Boot geschwommen und haben gezeigt, wie blitzschnell sie sind.

Ach ja, der ganze Ausflug fand auf einem grossen Segelschiff (ausser Hin- und Rückfahrt) statt. Wir waren zwischen 50 und 70 Leuten auf dem Boot.

Eine 20stufige Treppe führte vom Deck zum Wasser. Wer wollte konnte auch den Expressway nehmen und die vier Meter ins Wasser jumpen.

So blau war es in der Tat, nur nicht immer!

Man hätte auch einen Einführungstauchgang machen können, was ich eigentlich wollte, doch wegen den Ohren habe ich es dann unterlassen...

Die 4Bett-Kabine war schon etwas sehr eng.





Eine Beschreibung zum Great Barrier Reef von MS Encarta:

Großes Barrierriff, Kette von Korallenriffen in der Korallensee vor der Nordostküste Australiens.

Das Riff, die weltweit größte Ablagerung von Korallen, erstreckt sich über 2 010 Kilometer entlang der Küste von Queensland, bis zur Torresstraße, die zwischen Australien und Neuguinea liegt. Das Riff ist zwischen 16 und 240 Kilometer von der Küste entfernt, und wird von zahlreichen Inseln und Atollen überragt.

Das Große Barrierriff ist Lebensraum zahlreicher Tierarten. Die Korallen selbst sind die kalkhaltigen Skelette winziger Wassertiere, die in Symbiose mit Algen leben. Das Riff beheimatet auch viele größere Wassertiere, darunter mehr als 1 000 Fischarten. Es ist ein gefährliches Hindernis für die Schifffahrt, und zählt zu den wichtigsten Tourismuszielen in Australien. Das Große Barrierriff wurde 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Den Ergebnissen einer im Oktober 2000 veröffentlichten Studie zufolge ist das Große Barrierriff aufgrund der Klimaänderung der vergangenen Jahrzehnte ernsthaft in seiner Existenz gefährdet. Bei weiterem Anstieg der Wassertemperatur ist mit Ausbleichen und anschließendem Absterben zahlreicher Korallen zu rechnen.


Korallenriff

Korallenriff, ungeschichtete feste Ablagerung in einem verhältnismäßig flachen Bereich des Meeresbodens, die bis an die Meeresoberfläche heranreichen kann.

Korallenriffe bestehen aus den felsartig verkitteten kalkhaltigen (calciumhaltigen) äußeren Skeletten von Korallen, kalkhaltigen Rotalgen und Mollusken. Sie wachsen Schicht für Schicht in die Höhe, weil lebende Korallen auf den Skeletten der vergangenen Generationen fußen; das Wachstum ist relativ langsam und beläuft sich auf unter einem bis 100 Zentimeter pro Jahr. Wenn der Meeresboden tektonisch bedingt absinkt, können die Riffbildner eventuell mit der Absinkgeschwindigkeit Schritt halten und riesige gebirgsgleiche Riffstrukturen aufbauen. Korallenriffe kommen nur in den Tropen vor, etwa zwischen 32 Grad nördlicher und südlicher Breite. Sie bilden sich nur dort, wo die Temperatur des Oberflächenwassers nicht unter 20 °C absinkt. Weitere Voraussetzungen sind Sauerstoff- und Nährstoffreichtum sowie Licht. Das Korallenwachstum vollzieht sich daher nur bis in Tiefen von etwa 40 Metern.

Korallenriffe werden in drei Gruppen eingeteilt: Küstenriffe, Barriereriffe und Atolle. Küstenriffe erstrecken sich von der Küste einer Insel oder von einer Festlandküste ins Meer hinein, ohne einen Wasserstreifen zwischen Riff und Küste zu besitzen. Die Insel Raratonga der Cook-Inseln besitzt ein typisches Küstenriff. Barriereriffe entstehen weiter von der Küste entfernt, und zwischen dem Riff und der Küste liegt eine Meeresstraße, ein Kanal oder eine Lagune. Bekanntestes Beispiel ist das Große Barrierriff vor der Ostküste Australiens. Atolle sind Koralleninseln, die aus einem schmalen, kreis- oder hufeisenförmigen Riff rund um eine flache Lagune bestehen. Zahlreiche pazifische Inseln, wie z. B. die Gilbert-Inseln (siehe Kiribati), sind Atolle.

Korallenriffe sind Ökosysteme mit genau festgelegten Strukturen, hierzu gehören sowohl photosynthetisch aktive Pflanzen als auch Konsumenten im ökologischen Sinn. Die äußere Schicht eines Korallenriffes besteht aus lebenden Korallenpolypen. In der Koralle leben einzellige, runde Algen, so genannte Zooxanthellen. Unter den Polypen und um sie herum befindet sich ein kalkhaltiges Skelett, das fadenförmige Grünalgen enthält. Andere Algenarten wachsen auf der Oberfläche von alten Skelettablagerungen. Diese Algen und andere Pflanzen stellen den größten Teil der Energieerzeuger dar.

Die photosynthetisch aktiven Zooxanthellen und fadenförmigen Grünalgen übertragen Nahrungsenergie direkt an die Korallenpolypen. Die Korallen ernähren sich nachts auch von Zooplankton, das sie mit ihren Fangarmen einfangen. Korallen fressen Zooplankton weniger wegen der Kalorienzufuhr, sondern vielmehr wegen darin enthaltener, selten vorkommender Nährstoffe, insbesondere Phosphor. Nach der Verdauung geben die Korallen diese Nährstoffe an die Algen weiter. Anscheinend tauschen Korallen und Algen untereinander Nährstoffe aus und vermeiden so, dass diese im Wasser verloren gehen.

Pflanzen fressende Fische wie die farbenprächtigen Korallenfische sowie Seeigel, Seewalzen, Seesterne und viele Molluskenarten ernähren sich von Algen. In den zahlreichen Vertiefungen und Spalten eines Riffes leben zahlreiche Räuber: kleine Krebse, Lippfische, Muränen und Haie. Die vielfältigen Mikrolebensräume und die Fruchtbarkeit der Riffe führen zu einem enormen Artenreichtum von Meeresfauna und -flora.


Korallenausbleichung

In letzter Zeit sind Korallenriffe von Ausbleichung betroffen, wobei die symbiontischen Zooxanthellen ausbleichen und verloren gehen. In den Jahren 1979 und 1980 traten mehrere Fälle von Korallenausbleichung an den Riffen um Okinawa (Japan), um die Osterinsel, im Nordosten von Australien und im Karibischen Meer auf. Großflächigere Ausbleichungen entstanden 1982 und 1983, betroffen waren Riffe vor Ostafrika, Indonesien und vor der Westküste Mittel- und Südamerikas. Noch ausgedehntere und verheerendere Ausbleichungen traten in einer dreijährigen Periode von 1986 bis 1988 auf und betrafen Taiwan, Hawaii, die Fiji-Inseln, die Insel Mayotte und die gesamte Länge des Großen Barrierriffes. In diesem Gebiet vor der Ostküste Australiens sind zahlreiche Riffe in ihrer Existenz bedroht.

Als Ursache dieser weit verbreiteten Fälle von Korallenausbleichung kommen Umweltverschmutzung, globale Erwärmung und Ultraviolettstrahlung in Frage. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass ungewöhnlich warmes Wasser der Grund sein könnte. Die Optimaltemperatur für das Korallenwachstum liegt zwischen 26 und 27 °C. Man hat herausgefunden, dass Temperaturen über 29 °C eine zu hohe Belastung für die Korallen darstellen: Die symbiontischen Zooxanthellen beschleunigen die photosynthetischen Vorgänge, wodurch im Korallengewebe hohe Konzentrationen von freien Radikalen entstehen, die als Toxine wirken. Die "gestressten” Korallenpolypen stoßen möglicherweise die Zooxanthellen ab, mit der Folge, dass die Koralle ihre Farbe verliert. Satellitenmessungen der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) ergaben, dass das Ausbleichen der Korallenriffe mit der Zunahme der Wassertemperaturen von Süden nach Norden einhergeht. In diesem Zusammenhang spielt auch das Phänomen El Niño für die Ausbleichung der Riffe eine große Rolle. Ihm wird das im Mai 2000 erfolgte Absterben eines Riffs vor der Küste von Belize zugeschrieben. Wassertemperaturen von mehr als 30 °C hatten seit Herbst 1998 zu einem Ausbleichen der Korallen bis in große Tiefen und schließlich zum Absterben des gesamten Riffs geführt.

Ausgebleichte Korallen regenerieren sich nur sehr schwer, und es kann mehrere Jahre dauern, bis ein Riff wieder die ursprüngliche Farbe hat. Mehrere aufeinander folgende Ausbleichungen können dazu führen, dass das Riff nie wieder in den ursprünglichen Zustand zurückkehrt. Schlimmste Folgeerscheinung ist, dass ohne die symbiontischen Zooxanthellen die Korallen nicht in der Lage sind, das Calciumcarbonatskelett zu bilden, das zur Entwicklung eines Korallenriffes unerlässlich ist. Nicht nur die Korallen, sondern alle im Riff lebenden Organismen verlieren möglicherweise bei Ausbleichungsvorgängen ihren Lebensraum, da die Calciumcarbonatstruktur des Riffes nach und nach abgetragen wird.

Einer im Sommer 1998 vom World Resources Institute (WRI) in Washington durchgeführten Studie zufolge sind weltweit nahezu 60 Prozent der Korallenriffe von menschlicher Aktivität bedroht. Besonders gefährdet sind die Korallenriffe in Südostasien, die aufgrund ihrer Artenvielfalt zu den reichhaltigsten der Erde gehören. Dort sind annähernd 80 Prozent der Fischbestände bedroht. Hauptursachen dafür sind vor allem die Küstenentwicklung mit intensiver Bauaktivität und starkem Tourismus sowie Fischerei und Raubbau an den Korallen selbst. Auch in Nordamerika ist der Gefährdungsgrad sehr hoch; dies gilt insbesondere für die Korallenriffe vor Florida und Puerto Rico. Neben der Küstenentwicklung spielt auch die Einleitung von Abwässern in das Meer eine besonders zerstörerische Rolle. In der Karibik, wo viele Länder den Großteil ihrer Einnahmen aus dem Fremdenverkehr bestreiten, sind weite Bestände bereits zerstört. Als Lösungsansatz für die Konflikte zwischen Ökologie und wirtschaftlichen Interessen gilt die Ausweisung von "Marine Parks”, wie sie z. B. schon in Kenia entstanden. In diesen Meeresparks wird auf eine kontrollierte touristische Nutzung gesetzt, die auch Arbeitsplätze schafft.

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Noch ein paar weitere Notizen, die ich selber gelesen oder gehört habe:
Wie oben beschrieben, handelt es sich dabei um Lebewesen, die in der Regel 1 mm pro Jahr wachsen!!! Wenn’s gut geht, können sie auch mal 5 mm im Jahr wachsen.

Die Korallen kommen (nur) bis zu einer Tiefe von 20 m vor. Tiefer kann es eigentlich nicht gehen, da dort das Sonnenlicht fehlt. Interessanterweise hat man auch (abgestorbene) Korallen in grösserer Tiefe entdeckt, was nicht genau erklärbar ist.

Bei Übersteigen einer Wassertemperatur von 29°C sterben die Korallen langsam, wobei dies schon einige Zeit beansprucht. Da das Wasser nun 29/30°C hat, ist es für die Korallen schädlich.

Weit aussen soll es einen Korallensee geben, wo garantiert wird, dass man im Wasser mind. 30 Meter weit sieht. Oft kann man aber über 100 Meter weit sehen. Wahnsinnig!!!