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Mission Beach, Townsville und Airlie Beach

(Karte Wegstrecke)

Do 29. Januar

Solange in Cairns zu bleiben, war überhaupt nicht mein Plan, da die Stadt nicht sehr viel zu bieten hat. Dennoch mit dem Riff ist ein solcher Aufenthalt es wert.

Gegen Mittag habe ich Cairns verlassen, und nun geht es mehr oder weniger immer südwärts nach Sydney. Da ich mich immer noch in den Tropen befinde, gibt’s auch immer noch Regenwald, in dem man eigentlich fantastische Spaziergänge machen kann. Nur, da gibt’s auch Tiere z.B. Spinnen, denen ich lieber Platz mache.

Regenwald

Obwohl mir der Geschmack des Flusswassers nicht sehr zusagt, eignen sich die Flüsse für eine Abkühlung. Man muss dann auch teilweise zünftig gegen den Strom schwimmen.

Im Verlauf des Nachmittags kam ich dann in Mission Beach an. Ein oder mehrere Ferienortschaften an einem 14 Kilometer langen Strand. Nichts Überwältigendes, dennoch halten hier praktisch alle Busunternehmen. Gebadet konnte auch wieder nur innerhalb den Stinger-Net. Dass die hirnlosen Quallen auch hier sind, konnte man an den zahlreich angeschwemmten Genossen sehen.

Angeschwemmte Qualle

Mini-mini Krebs. Unheimlich schwierig zu fotografieren, da diese extrem Flink sind und sich dann auch mal vergraben, wenn es ihnen nicht passt. Vergleiche Grösse Sandkörner und Krebs und vorallem die Tarnung!

Importiertes Aromat darf natürlich auch am Strand mit einer feinen Tomate nicht fehlen.

Take a seat and enjoy the view.

Haus mit herrlicher Meeressicht. Ich bin ganz erstaunt, wie günstig da die Häuser teilweise zu kaufen sind. Natürlich nicht in der Qualität eines Schweizerhauses, dennoch eine Überlegung zur Altersvorsorge wert.


Fr 30. Januar

Mission Beach konnte mich gar nicht so schnell loslassen bzw. ich den Strand. So genoss ich einen Spaziergang am Morgen, bevor’s nach Townsville ging. Zu Mission Beach könnte ich noch nachfügen, dass hier der Regenwald bis zur Küste geht, was nicht sehr üblich ist.

Townsville ist eine Stadt mit einigen zehntausend Einwohnern. Sie hat den touristischen Konkurrenzkampf mit Cairns verloren. Dessen ungeachtet bietet das Städtchen einiges "Worth-to-Visit". Hauptattraktion ist das Reef HQ, wovon ich im Bericht vom 20.01.04 berichtet habe. Im Weiteren gibt’s eine sehr schöne Küste. Hier hat die Stadt einen gratis Wasserplauschpark für Kinder und auch Ältere eingerichtet. Vom über 280 Meter hohen Castle Hill gewinnt man schnell einen Überblick über die Stadt. Und das wär’s dann auch schon fast wieder.

Sa 31. Januar

Zur Stadt Townsville gehört die 8 Kilometer entfernte Insel Magnetic Island, die ich heute besucht habe. Captain Cook hatte anno dazumal das Gefühl, dass die aus Granitfelsen bestehende Insel seine Kompassnadel beeinflusst. Daher das "Magnetisch" im Namen. Auf einer schweisstreibende Wanderung habe ich die Insel in der Hitze entdeckt. Abkühlung wollte ich dann im Meer nehmen, doch das Wasser war sicher über 30°C warm. Ich habe schier einen Hitzeschlag bekommen, als ich da rein gesprungen bin.

Wasserplauschpark in Townsville

Pro Stunde verlangen die da CHF 125.

Nationalsport 1: Fischen
Geschlafen/Gelitten habe îch die Nacht vom Sa auf So. Wieder einmal habe ich im Auto versucht zu schlafen, aber es war viel zu heiss (34° bei 60% Luftfeuchtigkeit). So hab ich dann auch kaum geschlafen. Überrascht war ich, dass am Sonntagmorgen um viertel vor sechs bereits Leute auf den Castle Hill in Townsville springen. Und auch am Strand sind die ersten am Baden, Fischen und Joggen.


So/Mo 01./02. Februar

Da nun die Sommerferien vorbei sind, war es ein spezieller Sonntagsgottesdienst. Der Pfarrer hat von seinen Ferien erzählt. Nichts Verrücktes hat er erlebt, sondern von den Erfahrungen erzählt, die er bei der Pflege seiner 90jährigen Mutter gemacht hat. "Was ist meine Berufung fürs 2004" war ein interessanter Impuls, wobei ich da noch keine Antwort gefunden habe.

Townsville wollte ich nun eigentlich möglichst rasch verlassen, doch einen Boxenstopp gab es noch. Keine Reparaturen, sondern nur mal das Auto staubsaugen. Anschliessend ging’s ziemlich direkt weiter nach Airlie Beach, eine Feriendorf, welches vor allem die Jugend anzieht (, gell Kissi. Ich musste immer wieder an dich denken und stellte mir vor, wie du da vor zwei Jahren die Zeit verbracht hattest. Ich weiss nun auch, dass du sehr an mich denken wirst). :-)

Airlie Beach hat vielleicht etwa 500 Einwohner und 1'000 Touristen. Nein, vielleicht nicht ganz so, aber ähnlich. Es gibt da eine Hauptstrasse, vielleicht knapp 500 Meter lang mit etwas über 5 Backpackers, vielen Läden und Booking Offices, Mc Donald, drei Pizza-Restaurants, KFC, Subway, 1 Supermarkt, Pups und Ausgangsmöglichkeiten und viele, viele junge Gesichter. Obwohl die Ortschaft den Namen Beach trägt, gibt’s eigentlich keinen Beach zum Schwimmen, wenigstens in dieser Zeit nicht. Stattdessen gibt’s eine Lagune, die künstlich, aber sehr schön angelegt ist und die zum Baden einlädt.

Hauptstrasse in Airlie Beach.

Am Sonntagabend bin ich mit meinem Deutschen Roommate ausgegangen. Nach dem Ausgang wollte er dann unbedingt noch Nemo schauen. So habe ich ihm dann den Film vorgeführt.

Heute hat es mindestens fünf Mal geregnet, wobei da ein heftiger Regenschauer ca. 5 Minuten beträgt.

Kissi: Montagmorgen und was hast du mir angeraten: Ausschlafen und denken "Ich muss heute nicht arbeiten gehen!", was ich auch tun wollte, doch der Deutsche weckte mich, denn er wollte noch mit mir Morgenessen.

Aktivitäten den Tag hindurch: Booking-Offices abklappern um nach einem guten Sailing-Trip für Whitsunday Islands zu suchen, waschen, Reiseführer lesen und Reise planen, Reiseführer Neuseeland (LP) kaufen und lesen, Sightseeing, … Am Abend stellte ich fest, dass der Tag auch so viel zu rasch vergeht…

Der Kluge reist im Bus. Da die Zugsverbindungen nicht gerade gut ausgebaut sind, gibt's verschiedene Busunternehmen wie Mc Cafferty's. 10 Stunden Busfahrt mit einem langen und ein paar kurzen Stopps sind im Preis inbegriffen.

Platz da! Ich komme! In der Schweiz wäre es beinahe unmöglich, solche Tranpsorte durchzuführen. Hier, fast kein Problem, denn es gibt kaum Brücken (stattdessen mehr Kreuzungen).

Was hängt denn da und glotzt einem an?

Feigenbaum

Herrliche Wolkenbformationen

Wer hat da den Stöpsel gezogen?

Dieses sechs Kilometer lange Förderband transportiert den Zucker zu den Anlagestelle der grossen Frachterschiffs. In der grössten Mühle der südlichen Hemisphäre werden jährlich 2 Mio. Tonnen (2'000'000'000 kg) Zucker "hergestellt". In dieser Region sieht man dann auch viele, viele Zuckerpflanzenfelder, wobei es sich hier nicht um Zuckerrüben, wie wir es kennen, handelt. Nebst der Victoria Mill, gibt's auch noch viele kleinere Mühlen. (Wenn da mein Roommate es richtig verstanden hat, wird in Australien 70% des Zuckerbedarfs weltweit produziert.)





Qualen-Extras von MS Encarta, again:

Quallen, auch Medusen, frei schwimmende, gallertartige Organismen, die das geschlechtliche Stadium von wirbellosen Tieren aus dem Stamm der Nesseltiere darstellen.

Portugiesische Galeere Die Portugiesische Galeere, Physalia physalis, gehört zu den Staatsquallen.Peter Parks/Oxford Scientific Films

Quallen findet man in den Klassen Hydrozoa und Scyphozoa, die zu diesem Stamm gehören. Etwa 2 700 Hydrozoen- und 200 Scyphozoen-Arten sind bekannt. Auf jede Medusen-Generation folgt eine sesshafte, fest auf dem Untergrund haftende Polypen-Generation, in der sich die Tiere nur ungeschlechtlich vermehren. In der Klasse der Hydrozoen sind die Medusen eher klein, die Polypen jedoch gut entwickelt, in der Klasse der Scyphozoen, die auch Schirm- oder Scheibenquallen genannt werden, dominieren dagegen die Medusen. Beide Klassen beinhalten reine Meerestiere – mit Ausnahme der wenigen, im Süßwasser lebenden Hydrozoen, etwa der Süßwasserpolypen – und ernähren sich räuberisch.

Der Nährwert von Quallen ist gering. Ihre Nesselfäden, die sie zum Beutefang benutzen, können bei Berührung durch den Menschen Schmerzen verursachen. Je nach Quallenart sind diese unterschiedlich stark, bei einigen tropischen Arten wie der Portugiesischen Galeere äußerst heftig und können manchmal sogar zum Tod führen. Letztere Art gehört zur Ordnung der Staatsquallen, die etwa 150 Arten aus der Klasse Hydrozoa umfasst. Manche dieser Arten haben bis zu 50 Meter lange Nesselfäden. Jede Qualle bildet eine Hydrozoenkolonie, deren Einzeltiere – so genannte Personen (eine auf Ernst Heinrich Haeckel zurückgehende Bezeichnung) – zeitlebens miteinander verbunden bleiben. Diese Personen erfüllen jeweils bestimmte Aufgaben in der Kolonie.

KÖRPERBAU UND VERHALTEN

Hohltiere: Meduse und Polyp Hohltiere treten in zwei verschiedenen Formen auf – als frei schwimmende Meduse (oder Qualle) und als am Substrat haftender Polyp. Diese beiden Formen gehen bei der Vermehrung jeweils auseinander hervor. Medusen, die geschlechtliche Generation, erzeugen befruchtete Eizellen, die sich zunächst zu Larven und dann zu Polypen entwickeln. Aus Polypen entstehen durch Knospung heranwachsende Medusen.© Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Der Körper der Quallen baut sich im Wesentlichen aus zwei Gewebeschichten auf, der Ektodermis und der Endodermis. Sie haben keinen Kopf, jedoch einen Magenraum ohne Anus und ein Nervensystem ohne Gehirn. Der Körper ist radiär- oder axialsymmetrisch. Ihre Beute fangen Quallen in der Regel mit Hilfe von Tentakeln, die über zahlreiche, giftige Nesselkapseln verfügen. Polypen leben sehr häufig am Meeresgrund und bilden dort meist größere Kolonien, wobei sich die Einzeltiere auf verschiedene Funktionen wie Fortpflanzung, Ernährung usw. spezialisieren. Die Bildung der Medusenform aus den Polypen geschieht gewöhnlich durch Abspaltung. Die Quallen wiederum bilden Eier und Spermien, aus deren Vereinigung eine neue Polypengeneration hervorgeht.

Der typische so genannte Schirm der Quallen ist meist rund glockenförmig, doch gibt es auch Arten mit flachen oder stark gerippten Schirmen. Die Fortbewegung erfolgt durch bestimmte Muskeln, die den Rand des Schirmes rhythmisch zusammenziehen. Meist schwimmen Quallen langsam und unter Zuhilfenahme von Strömungen im Wasser. Ihre Durchsichtigkeit beruht vor allem darauf, dass ihr Körper häufig weniger als ein Prozent organische Substanz enthält; der Rest ist Wasser. Die Größenverhältnisse unter den Quallen reichen von wenigen Millimetern bei vielen Hydrozoa bis hin zu Arten wie der Gelben Haarqualle oder Riesenqualle mit einem Schirmdurchmesser von bis zu zwei Metern.

Obelia-Kolonie Die an europäischen Küsten häufigen Medusen von Obelia haben einen Schirmdurchmesser von etwa 6 Millimetern. Obelia bildet während eines asexuellen Fortpflanzungsstadiums Polypenkolonien. Die Polypen trennen sich nicht von dem aufrechten, verankerten Stiel, sondern bleiben (wie auf diesem Bild erkennbar) als verästelte Strukturen bestehen.Peter Parks/Oxford Scientific Films

In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts kam es zu einer Massenvermehrung von Quallen im Schwarzen Meer, die 1982 mit dem Bilgenwasser eines nordamerikanischen Schiffes eingeschleppt worden waren. Diese Plankton fressenden Quallen der Art Ctenophora mnemiopsis, die im Schwarzen Meer kein Nahrungsfeinde hatten und die dortige Fischfauna durch Nahrungskonkurrenz sowie durch das Erbeuten von Fischbrut schädigten, machten Anfang der neunziger Jahre eine geschätzte Gesamtbiomasse von einer Milliarde Tonnen aus. 1997 wanderte eine zweite Quallenart, Ctenophora beroe, vermutlich aus dem Marmarameer ins Schwarze Meer ein. C. beroe ernährt sich von Quallen der ersteren Art und hatte sich bereits 1999 stark vermehrt, während C. mnemiopsis im Bestand zurückging. Im Golf von Mexiko vor der Mündung des Mississippi fand 2000 eine Massenvermehrung australischer Quallen statt: Millionen ungewöhnlich großer Exemplare (Schirmgröße bis 70 Zentimeter) der Spezies Phyllorhiza punctata bedrohten durch Nahrungskonkurrenz mit Garnelen die Shrimpfischerei um New Orleans. Die Quallen waren 20 Jahre zuvor in die Karibik eingeschleppt worden.

Systematische Einordnung: Quallen bilden die Klassen Hydrozoa und Scyphozoa aus dem Stamm Cnidaria. Staatsquallen bilden die Ordnung Siphonophora. Der wissenschaftliche Name der Gelben Haarqualle ist Cyanea capillata.

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