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Und die Lady Musgrave

(Karte Wegstrecke)

Lang, lang ist’s her, seit ich meinen letzten Bericht geschrieben habe. Die Zeit vergeht einfach viel zu rasch. Und die Tage in Australien kann ich auch bald an zwei Händen abzählen.Lang, lang ist’s her, seit ich meinen letzten Bericht geschrieben habe. Die Zeit vergeht einfach viel zu rasch. Und die Tage in Australien kann ich auch bald an zwei Händen abzählen.

Um den Bericht zu schreiben, muss ich nun auf die Foto-Reportage zurückgreifen, denn ich erlebe so viel, dass teils Dinge bereits wieder in den Hintergrund gerückt sind.


Sa/So 07./08. Februar: Great Keppel Island

Great Keppel Islands ist eine von den vielen Inseln, die vor Queenslands-Küste liegen und auf denen man übernachten kann. So bin ich mit dem Schiff auf die Insel galoppiert. Es war wirklich ein Galoppieren, das die Wellen verursacht haben. Ich habe mich dort im Youthhostel eingecheckt. Überraschenderweise hatte ich wieder den gleichen Roommate wie eine Nacht zuvor. Es handelt sich dabei um einen Deutschen, mit dem ich dann auch sehr interessante Diskussionen über Gott und die Welt gehabt habe.

Die Insel hat bietet vor allem schöne, teilweise menschenleere Strände und Wanderwege an. Zudem gibt’s verschiedenen Möglichkeiten Wassersport zu betreiben. Sehr positiv ist, dass es hier und vor allem weiter im Süden keine Quallen mehr geben soll, besser gesagt fast keine. Gelegentlich sieht man an den Stränden noch einige.

Geschlafen habe ich in einem permanenten Zelt mit Tür. Allerdings muss ich sagen, dass es nicht gerade ein Vergnügen war, da es extrem "schweisselte". Alles was man anfasste, schien so zu sein, selbst die frische Wäsche, die man mitgebracht hat.

Ich habe da einige schweisstreibende Wanderungen unternommen. Aber auch relaxen war angesagt. So habe ich gleich zwei Nächte auf der Insel verbracht.

Wunderschöne Wellen gab's an einem einsamen Strand zu beobachten.

Bei einer Wanderung wurde ich von Gänsen kontrolliert, sprich sie wollten mich nicht durchlassen. Die einte Gans hat mich überhaupt nicht gemocht und wird es auch noch heute, da ich ihr etwas Angst einflössen musste. Doch die war echt mutig...

Habe mal gehört, dass in Australien mehr Kamele leben sollen als sonst auf einem Kontinenten. In der Tat werden immer wieder Kamel-Reiten angeboten.

Was ist denn das? Eine Schnecke? Nein, es handelt sich eine Wasserspinne, die in einem ehemaligen Schneckenhaus wohnt um sich so zu schützen. Wird die Spinne zu gross, muss sie ein neues Daheim suchen.

Dieses Mal etwas grösser!

Was ist die Superlative von Eidechse?

Ein Werk von einer Art Spinne, die bei Ebbe dieses Kunstwerk vollbringen.

Fischer sieht man überall. Auch Fischerinnen gibt's zu sehen.

Ich füge gleich drei Mal den Sonnenuntergang hinzu, weil es so schön war. Damit möchte ich aber auch zeigen, wie man mit dem Fotoapparat manipulieren kann.
Zeit: 18:18:34

Zeit: 18:22:22

Zeit: 18:38:42


Mo 09. Februar: Rockhampton

Nach der Rückfahrt von Great Keppel Island ging’s nach Rockhampton zurück. Eine Stadt mit älteren, schönen Gebäude.

Eigentlich wollte ich nur kurz einen Stopp einlegen, doch es hat dann etwas länger gedauert. Ich habe nämlich die Bibliothek gefunden und da kann man in der Regel gratis surfen. Gelegentlich nutze ich diese Möglichkeit um dringende Emails zu beantworten, da ich nicht so oft mit dem Notebook online gehen kann.

Zwei schöne Stunden habe ich dann auch im Botanischen Garten gehabt. Die Botanischen Gärten kann man hier nicht mit den unsrigen vergleichen, mindestens nicht mit dem von St. Gallen. Es sind eigentlich grössere Pärke, die natürlich besondere Pflanzen beherbergen, aber auch einladen zum Entspannen usw. So gab’s auch einen See, wo sich ein paar Pelikane niedergelassen haben.

Den Abend verbrachte ich in der Unterkunft in Rockhampton um Emails zu schreiben etc. Es hatte Internet-Terminals, über deren Telefonlinien ich mich ins Internet wählen konnte.

Gebäude in Rockhampton

Folgende Bilder sind aus dem Botanischen Garten, wobei im Garten auch ein kleiner Zoo war.

"Lest we forget" - "Damit wir nicht vergessen". Immer wieder gibt es solche Kriegsdenkmäler zu sehen.

Feigen-Baum

Ob es für das junge Känguru wohl bequem ist?

Und wenn haben wir denn da wieder einmal?


Di 10. Februar: Alice Water, Town of 1770

Diese zwei Küstendörfer waren das Tagesziel. Doch zuerst gab’s einen längeren Stopp in Gladstone, einer sehr industriellen Stadt. Nicht sehr sehenswert, gemäss Reiseführer. Gladstone rühmt sich, die Stadt des Great Barrier Reef zu sein. Alleine die Nähe zum Riff rechtfertigt dies.

Das Städtchen hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Obwohl es wirklich nicht viel zu sehen gab. Genial habe ich auch die Touristen-Information gefunden, die zwar nicht eine sehr grosse Auswahl an Prospekten hatte, sondern einfach an alles gedacht hat (informationell). Auch der Prospekt über die Stadt ist sehr gut gemacht.

Weiter ging’s dann zu Alice Water. Riesen Glück hatte im Information Center. Hier ist die zweit letzte Möglichkeit zum Riff hinauszukommen. Und ich wollte da auch eine Tour buchen. Doch das Schiff, welches von hier ausgeht, hatte einen Defekt. So konnte man nur vom zweistündigen entfernten Bundaberg aus starten und zwar zum halben Preis, dessen Chance ich auch gleich wahrgenommen habe. So war’s dann nichts mit einer Übernachtung in diesem Dorf und es ging in der Dunkelheit nach Bundaberg, was wegen den Kängurus nicht ganz ungefährlich ist.

Kohlenkraftwerk in Gladstone.

Die City muss wohl viel Geld haben.


Mi 11. Februar: Die Koralleninseln

Beim Great Barrier Reef gibt’s eigentlich nur drei reine Koralleninseln, wenn ich’s recht im Kopf habe. Lady Musgrave ist eine davon.

Mit dem Schiff ging’s über zwei Stunden Fahrt zu einer Plattform, wo wir dann auf kleinere Glasbodenboote umgestiegen sind, um auf die Insel zu gelangen. Von diesen Booten kann man trockenen Fusses die Riffe sehen.

Auf der Insel gab’s dann einen Spaziergang mit vielen Erklärungen. Die Insel ist nicht etwa kahl oder unbewohnt, nein, es gibt eigentlich einen einzigen Wald und viele Vögel. Selbst die grossen Wasserschildkröten kriechen in dieser Zeit hier an Land um Eier zu legen.

Nachdem Mittagessen auf der Plattform hatte ich die letzte Möglichkeit das Riff nochmals zu "beschnorcheln". Mit Müh’ und Not habe ich dann auch Abschied genommen. Tja, ich könnte noch x Mal da raus gehen um diese Unterwasserwelt zu bestaunen.

Für den Abend habe ich mich wiederum in einem Backpacker eingecheckt, wo ich dann auch zwei Lehrerinnen aus Sirnach und Münchwilen getroffen habe. Da sie bereits in Neuseeland gewesen sind, konnte ich sie über die Sehenswürdigkeiten ausfragen, was immer interessant ist und hilfreich sein kann.

Lady Musgrave - Flächemässig wahrscheinlich kleiner als ein Quadratkilometer

abgestorbene Korallen

Schöne Farbe!

Eine Wasserschildkröte holt Luft. Anscheinend sollen diese zwei Mal ein- und ausatmen, bevor sie wieder tauchen. Ich glaube, sie können gegen 45 Minunten unter Wasser bleiben. Für die Nacht holen sie abends einmal tief Luft, suchen sich eine Höhle, schlafen ein und reduzieren den Herzschlag auf ein Minimum (weiss nicht mehr wie viel, evtl. 1 Mal pro Minute).
Hier haben wir auch eine Schildkrötenwaschanlage gesehen. Das geht so: Sie legen sich an spezielle Orte und kleine Fische putzen den Panzer.
Es gibt da wirklich interessante Putzfische. Habe beobachtet, wie diese bei andern, grösseren Fische in die Kiemen schwimmen und dort nach Futter Ausschau halten, was die grösseren Fische auch zu lassen.

Einmal mehr ein genialer Sonnenuntergang.


Do 12. Februar: Hervey Bay

Morgens um 10 Uhr gab’s wiederum einen Internetaufenthalt in der Bibliothek um in einem Bildarchiv nach ein paar guten Fotos zu suchen, welches ich eigentlich für die Juvi benötigt hätte. Erstaunt war ich, dass bereits eine halbe Stunde vor der Öffnungszeit die Leute Schlange stehen…

Wiederum gab’s einen Boxenstopp fürs Auto. Dieses Mal musste ich nur das rechte Abblendlicht ersetzen.

Am Mittag gab’s eine nicht sehr interessante, aber "gluschtige" Führung in der bekannten "Bundaberger Rum Production Company", wo man am Schluss zwei verschiedene Getränke degustieren konnte. Die Führung war insofern nicht interessant, da man eigentlich nichts gesehen hat. Auf den Schemas und durch die Erklärung der Führerin hat man erfahren, wie aus den Zuckerrüben Rum produziert wird. Doch dafür hat dann der Schluss umso mehr geschmeckt.

Rund 125 km waren zu fahren um nach Hervey Bay zu gelangen. Eigentlich handelt es sich um sieben Dörfer, die zusammen gewachsen sind. Hervey Bay ist der Ausgangspunkt für Fraser Island.

:-)

Alkohol gibt's im Supermarkt nicht. Dafür gibt's die "Bottle Shop's". So gibt's sogar Drive-In Alkohol-Läden, wo man direkt mit dem Auto durchfahren kann!!!