Australia
Information
Berichte & Fotos
Touristengebet
Kontakt
 


Optische Täuschungen

Die Zeit ist schon vorgerückt und eigentlich wäre es Zeit zum Schlafen, doch ich habe mir vorgenommen, nun häufiger das Erlebte niederzuschreiben.


Mo, 15. März

Am Montagmorgen haben wir Queenstown verlassen und sind weiter nach Norden gezogen. Den ersten Stopp gab’s im nahe gelegenen Arrowstown. In diesem Städtchen lebten einst die Goldsucher. Heute gibt’s über 60 alte Häuser zu bestaunen.

Später auf der Route konnten wir beobachten, wie drei Leute sich von einer 43 Meter hohen Brücke teilweise in die Fluten des Flusses stürzten. Dies ging natürlich an einem Gummiseil (=Bungy Jumping).

Gegen Abend trafen wir in Wanaka ein. Wiederum ein Städtchen an einem schönen See mit Berglandschaft.

Mirabellen

Rest Rooms! Typisch die getrennten Warm- und Kaltwasserhahnen.

Die Landschaft in Neuseeland hat uns schon öfters an diejenige der Schweiz und auch von Irland erinnert. Trotzdem ist sie anders. Sie gefällt uns sehr gut.

In Wanaka gibt’s ein besonderes Kino, in welches wir kurz unsere Köpfe reingestreckt haben. Es handelt sich um ein kleines, aber sehr originelles Kino. So sitzt man nicht in üblichen Kinosesseln, sondern in Sofas oder wer will, kann den Film auch aus einem VW Käfer mit ansehen.


Di, 16. März: Wie das Auge täuschen kann

Im weiteren bietet Wanaka ein "Puzzling World" an, dass mehr als Puzzles hat. Hier gibt’s einen grösseren Irrgarten, wofür man in der Regel mehr als eine halbe Stunde Zeit braucht. Zudem gibt’s diverse knifflige Knobelspiele zu lösen. Einen Raum weiter kann man 3D-Bilder bestaunen, sowie andere 3D-Effekte geniessen. Das wohl grösste Highlight ist der Raum, in welchem der Boden schräg ist und die Wand dennoch senkrecht zum (schrägen) Boden steht. Dies führt zur extrem Täuschung des Auges. So fliesst zum Beispiel das Wasser in einem Kanal scheinbar aufwärts etc. Doch viel imponierender ist, dass man kaum richtig gehen kann, weil das Auge dauernd sich an die falsch stehenden Wände sich orientiert. Ein einmaliges Erlebnis.

Egal wo man sich im Raum bewegt, Einstein schaut einem immer nach!

Die Reise ging anschliessend weiter über einen niederen Pass an die Westküste. Zu erwähnen ist, dass auf der Südinsel eine Bergkette den Westen vom Osten trennt. Dies führt zu ähnlichem Wettereffekt wie bei uns in der Schweiz. Im Westen werden die Wolken gestaut, es regnet, während dem im Osten die sinkenden Wolken zunehmend sich auflösen. So hatten auch wir auf der Ostseite der Kette sonniges Wetter, danach Regen. Doch am Abend hat es dann aufgetan und wir konnten einen schönen Abend geniessen. Nur die lästigen Sandfliegen gibt’s an der Westküste in Hülle und Fülle.


Sandflies

Sandfliegen sehen etwa wie die unsrigen Fruchtfliegen aus, nur beissen diese, so dass man a) den Biss spürt und b) eine sehr lange Heilungszeit benötigt. Ich habe in Australien Leute angetroffen, bei denen man den Biss noch nach einem Monat sehen konnte. So gibt’s hier Sandfliegen zu Tausenden und Millionen. Schützen kann man sich, in dem man die Hosen in die Socken stösst, die Ärmel über die Hände zieht und ein feinmaschiges Gitternetz um den Kopf trägt. Die einfachere Möglichkeit ist ein Crème zu kaufen, die DOC enthält und die man einreibt. Allerdings muss man bei diesem Mittel aufpassen, denn es löst nicht nur Nagellack auf, sondern auch Plastik!!!

Im Restaurant, das einen umgebauten Camper war, genossen wir das Abendessen. Doch bevor die Mahlzeit serviert wurde, konnten wir noch mehrere Delfine im Meer beobachten.

Reichliche Mahlzeiten gibt's hier überall.


Mi, 17. März

Schon ist es wieder Mittwoch. Nach einer kurzen Fahrt gab’s erneut einen Spaziergang im Regenwald. Doch dieser Regenwald war wahrscheinlich der schönste, welchen wir bis jetzt gesehen haben.

Nächster Stopp war der Fox Glacier, einem Gletscher. Wie der Franz Josef Glacier, der nur wenige Kilometer von diesem Gletscher entfernt ist, beträgt der Abstand zum Meer ca. 20 Kilometer. Der Gletscher kommt bis zu 300 Meter über Meer herunter. Dies sind aber nicht die untypischsten Eigenschaften. Interessanter ist, dass beide Gletscher weiter herunterkommen. Pro Tag können sie von mehreren Zentimetern bis zu 1.5 Meter vorrücken. Der Grund für diese Eigenschaften liegt darin, dass die Gletscher relativ steil sind. Dies ermöglicht dem Gletscher das rasche Herunterfliessen aus dem Nährungsbereich.

Am Abend gab’s einen schönen Sonnenuntergang über wellenreichem Meer zu geniessen. Interessant war auch den Möwen und Albatrossen zu zuschauen, wie sie ihre Nahrung aus dem Wasser fischen.

Bei Dunkelheit haben wir noch eine Glühwürmchen-Grotte besucht. Es handelt sich um eine andere Art Glühwürmchen als bei uns in der Schweiz. Durch ihr leuchten ziehen sie andere Insekten an, welche sich anschliessend in ihren "Spinnen"-Netzen verfangen und so verzerrt werden können. Das Glühen wird durch den Verdauungsprozess verursacht.


Do, 18. März: Schauspiel

Nach einer guten Nacht im Dreier-Kaihüttenbett verliessen wir das Dorf Hokitika und schauten uns zuerst die Glühwürmchen-Grotte noch bei Tag an.

Heute habe ich auch meinen Rückflug von Dubai nach Zürich um zwei Tage verschoben, so dass ich an zwei Tagen noch etwas von der Stadt sehen kann.

Die Fahrt nach Westport, unseren Unterkunftsortschaft, verlief oft am Meer entlang. Auf dem Weg konnten wir auch einem Naturschauspiel zu schauen, wie die Wellen unter einem Felsen durchging und das Wasser anschliessend durch ein Loch hinauf spritzte.

Den Abend verbrachten wir in Westport in einem angenehmen Motel.