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Mamma Mia!

Zuerst möchte ich noch eine Korrektur zum zweitletzten Bericht anbringen. Die Zeitverschiebung ist seit dem Sonntag nun nicht 12 Stunden, sondern nur noch 10!

Die Erde kocht immer noch.



Sa, 27. März: Kiwi

Nebst einem Spaziergang in Rotorua neben teilweise dampfendem See, war die Kiwi-Farm das Highlight. Werden hier nun Neuseeländer, Vögel oder die Früchte gezüchtet, könnte man sich fragen? In diesem Fall sind es die Früchten. Doch wenn wir schon bei den Vögeln sind, dann habe ich da noch mehr Infos. Kiwi-Vögel sind nachtaktive Vögel, d.h. man sieht sie untertags nicht. So habe ich bis jetzt auch noch keinen lebendig gesehen (nur ausgestopft). Die Grösse dieser nicht fliegenden Vögeln gleicht ungefähr eines Huhns.

Zurück zu den Früchten. In diesem Gebiet wachsen die Kiwis auf grossen Plantagen. Wir hatten mit unserem Besuch Glück, denn sie waren sehr reif. Eine Woche später wären diese wahrscheinlich gepflückt gewesen. Wie vielleicht viele nicht wissen, gibt es männliche und weibliche Kiwi-Pflanzen. Für die Befruchtung sind beide notwendig und in der Regel hat es ein Männchen auf sieben Weibchen. Früchte können nur die Weibchen tragen. Wenn ein junges Kiwi-Gewächs gepflanzt wird, so benötigt es sieben Jahre, bis sie Früchte tragen kann. (Dummerweise habe ich heute den Info-Zettel weggeworfen, so dass ich da nicht mehr detaillierte Infos geben kann.) Grundsätzlich können Kiwis auch bei uns in der Schweiz wachsen. In Neuseeland gibt’s zwei Arten, diejenige, die wir kennen und eine goldige Sorte, sprich gelblichem Fruchtfleisch. Ursprünglich kommen diese Früchte aus China. Die Neuseeländer haben aber die Beliebtheit entdeckt und exportieren nun weltweit grosse Mengen zu gutem Preis. Nur um die 10 % wird in Neuseeland gegessen. Der grösste Teil geht nach Europa. Auch wenn wir die Kiwi nicht als extrem haltbar kennen, wird diese in Neuseeland aber problemlos bis über ein halbes Jahr teilweise bei ca. 0°C gelagert.

Kiwi, wie wir sie kennen, hangen zu hunderten auf kleinen Flächen.

Die goldige Variante ist etwas spitzer und innen gelb.

Aus Kiwi werden vielerlei Dinge wie Konfi, Wein, Likör, Seife – um nur einige zu nennen – gefertigt.

Am Abend kamen wir in der Ortschaft Mt Maunganui an, welche auf einer Halbinsel liegt. Von den vielen ausgebuchten Unterkünften fanden wir dennoch unser gewünschtes B&B, in dem wir einige Zeit mit Billiard-Spielen verbrachten.



So - Di, 28 -30. März: Auckland

Nach einem gekochten Frühstück (Speck und Spiegeleier), genossen wir den Ozean am fusse des Berges Maunganui. Ein Strand, der einmal mehr meilenlang war. Die Sonne stand noch überm Horizont, was zu einer schönen Beleuchtung führte.

In einer vollen Kirche haben wir mit der Pfarrgemeinde einen schönen Gottesdienst gefeiert.

Mit einigen Zwischenhalten ging die Reise nach Auckland, was die Endstation für meine Eltern sein wird. Doch bevor es soweit ist, haben wir uns in dieser Stadt rumgeschaut.

Aussicht vom Krater Mt Eden auf Auckland's CBD

Auckland hat 1.2 Millionen Einwohner und war einst die Hauptstadt Neuseelands. Nebst reich gegliederten Buchten stehen in und um der Stadt erloschene Vulkane. Fährt man auf der Autobahn nordwärts, so passiert man zuerst mal viele, viele Einfamlienhäuser-Umgebungen. Erst gegen das Zentrum werden die Häuser höher. Von Mt Eden, einem ehemaligen Vulkan, kann das flächenmässige Ausmass dieser Stadt erahnt werden.

Schaut man auf die Karte, so gleicht im ersten Moment das Geschäftsviertel an Sydney’s CBD (Central Business District). Doch rasch merkt man, dass diese Städte trotz gewissen Ähnlichkeiten sehr verschieden sind.

Harbour Front

Das Hauptwahrzeichen ist wohl der Sky Tower, welcher total 328 Meter hoch ist. Das Top of Auckland bietet eine herrliche Rundsicht, doch wer Adrenalin im Blut braucht, der findet es hier. Entweder klettert von der Aussichtsplattform noch weiter hoch, bis man beinahe am oberen Ende des Turms ist, oder man springt von einer Plattform 192 Meter in die Tiefe, was Freifall an einem Seil (ungleich Bungy Jumping) bedeutet. Doch die meisten Normalsterblichen gönnen sich den 199 NZ$ teuren Fall nicht und benützen lieber den Fahrstuhl, der diese Höhe auch in ungefähr 45 Sekunden erledigt. Nebst Adrenalin erhält man im Tower Informationen über den Bau, die Probleme, Sicherheit etc.

CBD

Vom Glassboden sehen die Dinger wie Spielzeuge aus.

City by night

Weitere Sehenswürdigkeit ist die Queens Street, die wichtigste Einkaufsstrasse. Zudem ist da eine berühmte Harbour-Bridge, welche im 59 gebaut wurde und schon bald darauf zu klein war. Diese Brücke soll auch der Geburtsort von Bungy-Jumping sein, auch wenn es in der Tat nach meinen Infos nicht so ist.

Und das wär’s dann auch schon fast, was man in dieser Stadt an Wichtigem sehen kann. Natürlich gibt’s noch viele Museen, besondere Häuser, Historisches und den üblichen Kram, doch der ist momentan nicht der Rede wert.

Am Dienstmittag hiess es zweimal Abschied nehmen, denn für meine Eltern beginnt die Heimreise. Doch sie werden noch 3 Tage in Bangkok geniessen.

So bin ich nun wieder alleine unterwegs und was macht man, wenn man alleine ist? Man muss wieder selber denken und tun, was man will. Interessiert hat mich das Auckland (War) Museum. In der Ausstellung wurde nicht nur über die Kriege berichtet, in welchen Neuseeländer mitbeteiligt waren, sondern es gab auch eine Maori-Ausstellung mit Show sowie die Tierwelt auf und um Neuseeland.

3 Meter hoher straussähnlicher Vogel, der auf der Erde mal gelebt haben soll.

How many roads... The answer, my friend, is blowing in the wind....

Highlight am Abend war Mamma Mia, ein witziges Musical mit der berühmten ABBA-Musik.



Mi, 31. März: Northland

Am Mittwoch habe ich mir das dritte Mal den neuen Mel Gibson Film angeguckt. Auch beim dritten Mal ist er immer noch sehr eindrücklich und löst in mir vieles aus.

Nach dem Mittag ging’s weiter. Doch zuerst musste ich zu einem vernünftigen Preis mich aus dem Parkhaus schleichen. Drei Tage Parkhaus kommen auf rund Fr. 80.-!!! Doch es gibt eine günstigere Möglichkeit in dem man das Ticket verliert, zahlt man nur 30.-! So habe ich die billigere Methode gewählt, doch der Automat wollte nicht mitmachen. So musste ich dann wohl die Lady am Schalter fragen und siehe sie hat mir die Schranke auch für die 30 geöffnet…

Meine letzten Tagen in Neuseeland werde ich nun im Norden verbringen. In einer Ortschaft namens Dargaville habe ich wieder einmal auf einem Zeltplatz eine Unterkunft gefunden. Doch schlafen tu’ ich nicht im Auto (ist nicht mehr so komfortabel wie in Australien), sondern in einer so genannten Kabine. So habe ich ein kleines Zimmer mit Doppelbett, vier Hacken, einem Nachttisch und einer elektrischen Heizung erhalten und schreibe diesen Bericht mühsam auf dem Bett. (Weiss nicht wieso Leute in Filmen im Bett auf dem Laptop tippen; vgl. zB. You’ve got Mail! Es ist nämlich mit der Zeit höchst unbequem.)

So hoffe, ich dass ihr beim Lesen etwas mehr Luxus habt.

Turnunterricht: Lehrer fein gekleidet, hetzt die Schüler nicht nur umher, sondern springt selber manchmal mit.